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Honda Varadero 125 (2000)
Geschrieben von Administrator   
Wohl noch kein Motorradhersteller hat es verstanden, die Interpretation der 125er auf zwei Rädern Erwachsehner umzusetzen.

 

Die "Kleine" erkennt man nicht auf den ersten und auch nicht auf den zweiten Blick als Achtelliter. Lange hat es gedauert, aber endlich (2000) hat es wieder ein Motorradhersteller geschafft eine 125er zu konzipieren, die wie ein "richtiges" Motorrad aussieht. Und die nicht wie ein geschrumpfter Ableger  oder wie eine aufgeblasene 80er.

Die verwandtschaftliche Beziehung bei der Varadero 125 ist unverkennbar: Abgeleitet von der 1999 eingeführten XL 1000 V Varadero.

Ausgewachsen und ausgereift steht sie da. Ihr wahres Geheimnis offenbart sie dem Betrachter erst nach ausgiebigerem Beäugen. Auch die Abmessungen des Motors lassen keine Rückschlüsse auf seinen wahren Hubraum zu. Die verrippten Zylinder lassen auf größere Hubeinheiten und Luftkühlung schließen. Aber weit gefehlt.

 Erstens hat die Varadero nur 125 ccm und zweitens ist der Motor wassergekühlt. Erst der Blick auf den Tacho entlarvt den Achtelliter: Auf dem Tacho ist bei 140 Schluss.

Angenehm anzusehen mit den zwei integrierten Multireflektor-Scheinwerfern so will man sich schnell Draufsetzen und "losbrettern".

Honda Varadero 125

Die breite bequeme Sitzbank mit Sofaausmaßen und die 80 cm Sitzhöhe zeigen schon auf den ersten Blick, für was die Varadero konzipiert wurde: Als "kleine" Schwester von Hondas größter Enduro, ruft sie Direkt nach einer Tour.

Natürlich unter Berücksichtigung der Zielgruppe, die Honda mit dieser "Reiseenduro" ansprechen möchtel...
Langstreckenkomfort verspricht die entspannte Sitzposition auf hohem Niveau. Das Styling darf als überaus gelungen bezeichnet werden, es hat aufregende Proportionen, voluminös und komfortabel. Die relativ große Frontverkleidung suggeriert mit ihrer Optik Geschwindigkeit und zugleich Wendigkeit. Kurz, es ist ein
markantes Design.

In dem Drehzahlband zwischen 40000 und 8000 U/min ist man gut aufgehoben. Möchte man sich jedoch etwas "Sportlichfahren" so muss man über 8000 drehen. Ab da geht die Varadero richtig los bis 11000 U/min ist der Motor erstaunlich drehfreudig und ab 12000 U/min ist Schluss. Vorausgesetzt man ist nicht schaltfaul, lässt sich damit eine erstaunlich Fahrweise an den Tag legen. Im 5. Gang kann man die "Enduro" auf über 110 km/h bringen.

Was der erste Eindruck der Varadero im Stand schon verspricht, bewahrheitet sich beim Fahren. Ein sehr sauberes und ruhiges Handling mit einem stabilen Geradeauslauf. Für die Spurstabilität sorgen selbstredend auch die im Durchmesser recht großen Standrohre mit 35 mm. Die Größe der Bereifung, auf der die Enduro rollt, ist mit 18 Zoll vorne und 17 Zoll an der Hinterhand identisch mit der XL 650 V Transalp. Dank der großzügig bemessenen Bodenfreiheit von 190 mm sind nicht nur Ausflüge im Gelände problemlos möglich, sondern auch spektakuläre Schräglagenfahrten.

Ist man zu zweit auf  Tour - noch dazu mit entsprechendem Gepäck - ist durch die gesetzmäßige Reglementierung auf bauartbedingte 15 PS doch eher ein  "schleppendes" Vorwärtskommen gegeben. Nutzt man die mögliche Zuladung von 180 kg voll aus, kommt man schnell an die diese Grenze.

Bei 15 PS ist in der Leichtkraftradklasse leider - durch die Führerscheinregelung bedingt - das Ende der Fahnenstange erreicht.

Ein solider Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr bildet das zentrale Rückgrat. 150 mm Federweg hat die Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein an der Hinterhand und ebenso die vordere Telegabel. Die Schwinge ist übrigens genauso dimensioniert wie die der XL 650 V Transalp. Sie stecken auch härtere Geländepassagen problemlos weg.
Ausreichend bemessene Bremsen sorgen für die nötige Verzögerung. Am Vorderrad wartet ein Doppelkolbensattel darauf, dass er sich in die 276 mm große Scheibe krallen kann. Am Hinterrad ist ein Einkolbensattel und eine 220 mm Scheibe verbaut.

Die verwandtschaftliche Nähe zu der Transalp ist an dem voluminösen Schalldämpfer der 2-in-1-Auspuffanlage und dem von ihr stammenden Gepäckträger zu erkennen. Unter der abschließbaren Sitzbank befindet sich ein großzügig bemessenes Staufach. Optional ist natürlich auch ein reichhaltiges Zubehörprogramm erhältlich. Am empfehlenswertesten dürfte sicherlich der Hauptständer sein. Das 45-Liter Top Case, wie auch der passende Tankrucksack, dürften für die anstehenden Touren sicherlich auch gut angelegtes Geld sein.

Honda stößt in der 125er Klasse mit der Varadero in eine völlig neue Dimension vor: Ein richtiges Motorrad. Keine kleingewachsene Interpretation eines hubraumstärkeren Modells, sondern eine eigenständige Persönlichkeit, die sich vor der 998 ccm großen Schwester nicht zu verstecken braucht, sondern erhobenen Hauptes selbstbewusst neben ihr stehen kann. Der einzige Wermutstropfen ist leider der Preis von fast 9000 DM. Aber bedenkt man, dass die große Varadero fast 10.000 DM mehr kostet, erscheint sie einen doch fast "billig".

Technische Daten

Honda Varadero 125

Motor:
90 Grad-V2-Viertaktmotor; 124 ccm Hubraum; Bohrung x Hub 42 x 45 mm; Verdichtung 11,8:1; Leistung 15 PS (11 kW) bei 11000 U/min; Drehmoment 10,7 Nm bei 9500 U/min; Höchstgeschwindigkeit 110 km/h; Gedrosselt 80 km/h
Wassergekühlter 90 Grad -V2-Viertaktmotor, je eine obenliegende Nockenwelle angetrieben über Kette, zwei Ventile pro Zylinder, Nasssumpfschmierung, Zwei Keihin Gleichdruck-Flachschiebervergaser 22 mm, Sekundärluftsystem, Transistor CDI-Zündung, abgasreinigendes Sekundärluftsystem, E-Starter, 12 V 260 W Drehstromlichtmaschine, 12V/6Ah BatterieKraftübertragung:
Primärantrieb über Zahnräder, Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, O-Ring-Kette
Fahrwerk:
Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr, Telegabel vorne Standrohrdurchmesser 35 mm, hinten Zweiarmschwinge aus Stahlprofil mit Zentralfederbein, einstellbare FedervorspannungRäder:
Alu-Gussräder vo/hi 2.15 x 18 / 2.75 x 17; Reifen vo/hi 100/90-18 / 130/80-17
Bremsen:
Vorne Doppelkolbensattel, Scheibenbremse, Durchmesser 276 mm
Hinten Einkolbensattel, Scheibenbremse, Durchmesser 220 mm
Maße und Gewicht:
Länge/Breite/Höhe 2140/830/1255 mm; Radstand 1450 mm; Sitzhöhe 800 mm; Gewicht trocken 149 kg; Leergewicht 167 kg; Zulässiges Gesamtgewicht 347 kg; Zuladung 180 kg;Tankinhalt/Reserve 17,5/2 Liter; Lenkkopfwinkel 62 Grad; Nachlauf 97 mm; Federweg vo/hi 150/150 mm
Preis:
ca. 4500 €
Garantie: 2 Jahre ohne Kilometerbegrenzung

 

 

 

 

 


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