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Honda CBR 900 Setup SC 28 bis SC 33
Geschrieben von rolf Rolf   
Fahrwerks, Bremsen und Motor Setup

 

Honda CBR 900 Fireblade von 1995 (SC 29)

 

 Tune Up Fireblade

Mit der Dosierung und Wirkung der Serienbeläge kann man nicht zufrieden sein daher empfehle ich Lucas SV Belege. Diese Sintermetallbeläge haben einen exzellenten Druckpunkt, sind super in der Wirkung und mit ca. 60 €.  (Billiger als Original und ca. 30 % besser  !!!>  bei meinem Bike - Rolf)
Auch Beläge von EBC und die Sportmischung Lucas SRQ sind empfehlenswert, hatten aber 99 noch keine ABE.
Carbone Lorraine Beläge sind in der Standardmischung keine Verbesserung zur Serie, als Sportmischung brauchen sie entsprechende Temperaturen, also Finger weg. (Nur für die Rennstrecke oder lebensmüde Biker - Rolf)
Ob die harten Mischungen aus dem Zubehör der Scheibe entsprechend zusetzen kann ich keine Angaben machen ( weil meine Biks vorher entweder Geklaut oder Verkauft wurden.)

 

Umlenkhebel :
Unbedingt zu empfehlen ist, dass Heck der Blade durch Umlenkhelbel von Team Metisse bzw. Thurn Motorsport abzuheben, dadurch arbeitet die Federung harmonischer und sorgt für mehr Grip. Auch Handling und Schräglagenfreiheit profitieren von dieser Umrüstung . (Sollte jeder ab 100 kg oder ständig mit Sozius fahrende einbauen- Rolf-.) Allerdings sollte "Hart-Bremser" und ab 150 Kg Beladung auch gleich in härtere Gabelfedern investieren, am besten von Öhlins  . Das hochgestellte Heck harmoniert nämlich nicht so toll mit der Seriengabel, da diese weiter eintaucht bei schweren Fahrern oder extrem Bremser.
Interessant finde ich die Variante das Heck mittels einer 3-5mm. Unterlegscheibe aus VA- Stahl anzuheben. Am oberen Federbeinauge montiert soll sich das Handling ebenfalls verbessern. ( Achtung der Tüv ist damit nicht einverstanden (aber kein Prüfer achtet darauf)- " und ich bekomme Stirnfalten von der Idee "Rolf-)

Endtöpfe :
Hier habe ich Ergebnisse von PS Motorrad Magazin . Getestet wurden ABE Slip On Dämpfer. Bemängelt wurde vor allem die Passform, wobei der Anschluss zwischen Modell 96/97 und 98/99 nicht identisch ist. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, daß poliertes Alu extrem pflegebedürftig ist.

Hersteller / Varianten

Preis

Leistungsabgabe

Anmerkungen

Devil Boost (Alu / Carbon)

  ca. 350 /450 €

+1PS, zwischen 4000 und 6000 deutlich verbessertes Drehmoment

- mit Schelle. In Carbon Verarbeitung mäßig

MAB (Alu rund)

ca.350 €

+1 PS, Tipp von PS

- sehr pflegebedürftiges Alu

Remus REM 1

ca. 300€

dentisch mit der Serie

- schicker Endtopf, relativ bescheidener Klang

Termignoni

ca. 400€

3PS!!! an Modell 97

relativ lang und leise

Reifen :
Laut PS sind  Metzler Z1 und Pirelli Dragon sind immer noch gute Sportreifen, auch für Renntrainings geeignet, leider weniger Grip bei Kälte oder Nässe. Für die Blade mit 130ziger vorne handlicher als auf 120ziger Vordereifen. Laufleistung 4000km zu 6000km für den Pirelli
Brigdestone BT56/BT56SS gute Sportreifen, beiden lastet ein gewöhnungsbedürftiger Grenzbereich an, der aber auf der Straße nicht erreicht wird. Der Standard BT 56 soll auf der Piste überhitzen. Was auch stimmt ab 25 C° (Bisher habe ich noch keinen BESSEREN für die Strasse gefunden und gefahren - Rolf-).
Sehr gut auch der Dunlop D 207 GP, aber für mich nicht ganz so gut wie der BT 56- Rolf-.
Zuletzt sicher auch eine dicke Empfehlung, Michelin Pilot Sport, bzw. Pilot Race. Der Pilot Sport bietet enormen Grip auch auf der Piste, bei guter Lebensdauer, der Pilot Race ist ein reiner Pistenreifen, der immer gut warmgefahren werden sollte.

44ziger Kettenrad :     Sollt nur mit anderen Umlenkhebeln eingesetzt werden sonst
Weeeliiiis !
Eigentlich nur positives habe ich von einer geänderten Sekundärübersetzung erlebt. Durch 2 Zähne mehr auf dem Kettenrad wird das Ansprech verhalten und der Durchzug verbessert, die Maschine dreht in den roten Bereich im letzten Gang und Fährt sich über den gesamten Drehzahlbereich einfach lebendiger. Die Übersetzung sollte eingetragen werden, was möglich ist, kompetenter TÜV - Prüfer. vorrausgesetzt. (mit leicht erhöhter Verschleiß ist zu Rechnen).

 

Setup Fahrwerk

Wichtiger als mehr PS oder ....?

Nicht ganz einfach gestaltet es sich ein passendes Setup für das Fahrwerk zu finden. Mit Begriffen wie Zug- oder Druckstufe, deren Funktionsweise und Auswirkungen auf das Fahrverhalten sind viele Biker überfordert. Die Fireblade besitzt von je her ein voll einstellbares Fahrwerk, wobei nachfolgend die Funktion der Komponenten erklärt wird, sowie ein näherungsweise funktionierendes Setup gefunden werden soll. Die Empfehlung  gilt für die Modelle SC 33. Davor war zumindest das Federbein etwas anders aufgebaut!

Gabel :
An der Gabel der Blade lässt sich die Federvorspannung, sowie die Druck- und Zugstufe einstellen.
Die Federvorspannung wird über sichtbare Ringe an der Gabelbrücke justiert, wobei wenig sichtbare Ringe eine weicher arbeitende Feder zur Folge hat. Die Federvorspannung sollte auf 2-4 sichtbare Ringe eingestellt werden. 2 Ringe eher für die Rennstrecke, 4 für das ebenfalls beliebte Surfen auf der Landstraße. Die Einstellung der Zugstufe wird ganz oben an der Gabel justiert. Sie bestimmt die Ausfedergeschwindigkeit. Stufenlos einzustellen zwischen zu und 2,25 Umdrehungen auf. Für die Blade empfiehlt sich die Stellung 1,5u. auf.
Die Druckstufe bestimmt die Einfedergeschwindigkeit und wird am unteren Gabelende ebenfalls im Bereich zwischen 0 und 2,25u. justiert. Je nach Einsatzgebiet sollte hier eine Einstellung zwischen 0,75 und 1,5u. raus vorgenommen werden.

Federbein :
Ähnlich Möglichkeiten bietet das Federbein .
Die Federvorspannung wird mit einem Hakenschlüssel über Rastungen justiert und sollte auf Rastung 3 von 7 Möglichkeiten eingestellt werden.
Die Einstellung der Zugstufe befindet sich unten am Federbein und sollte zwischen 0,75 und 1u. auf justiert werden.
Die Druckstufe lässt sich am Ausgleichsbehälter einstellen, hier einen Wert zwischen 0,5 und 1 wählen.

Diese Einstellmöglichkeiten gelten als Näherungswerte. Schwere Fahrer, Betrieb mit Sozia, anderer Umlenkhebel und/oder Gepäck sollten sich daran lediglich orientieren und selber ein wenig rumexperimentieren, es LOHNT sich  .

 

 Quelle: z. T. Aus dem  PS Motorrad-Magazien und eigene Erfahrungen z.T. aus meiner Rennstrecke Erfahrungen .


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